So entsteht ein Schuh! - Schuhgeschäft
241
post-template-default,single,single-post,postid-241,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,qode-child-theme-ver-1.0.0,qode-theme-ver-10.0,wpb-js-composer js-comp-ver-5.1.1,vc_responsive

So entsteht ein Schuh!

So entsteht ein Schuh!

So entsteht ein Schuh!
Bewerten Sie den Beitrag

Jeder Schumacher braucht den Blick für das Besondere!

Der Beruf des Schumachers gehört zu den ältesten bekannten Handwerksberufen. Schon im 5. Jahrhundert vor Christus wurden von Hand Schuhe gefertigt.

Was muss ein Schumacher unbedingt beherrschen?

Wichtige Voraussetzungen sind:

  • sehr gute Kenntnisse der Anatomie des menschlichen Fußes,
  • handwerkliches Geschick,
  • Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Materialien und
  • den Blick für das Besondere.

Bevor die Maße genommen werden, fertigt der Schumacher einen Abdruck der Füße an. Das kann als Gipsabdruck oder mit modernen Scannern geschehen. Anhand von Abdruck und den Maßen entsteht der sogenannte Leisten. Über diesen wird später das Fußbett geformt, bevor die Lederarbeiten beginnen.

Zwischenanproben für die gute Passform

Anhand des Leistens, der inzwischen auch das richtige Fußbett erhalten hat, wird ein sogenannter gläserner Schuh aus durchsichtiger Folie zur Anprobe hergestellt. So kann der Schumacher exakt feststellen, ob Größe und Passform stimmen. Auch eine erste Gehprobe ist nun möglich.

Maßgefertigte Schuhe – nur mit dem passenden Werkzeug

In Absprache mit dem Kunden wird nun festgelegt, welches Oberleder und welches Futterleder für den Schuh verwendet werden soll. Dieses wird dann mit einer breiten Zwickzange über den Leisten gezogen. Mithilfe einer schmalen Zwickzange (auch Faltenzange genannt) verteilt der Schumacher das Oberleder. Die sogenannte Querahle dient zum Vorstechen der Bodennahtlöcher.

Welche Werkzeuge werden noch benötigt?

  • Ein Hammer für Klopfarbeiten,
  • Eine Zange zum Entfernen der Zwicknägel
  • Verschiedene Messer und Raspeln
  • Ledernadeln zum Vernähen
  • Rundahlen zum Vorstechen bereits vorhandener Nähte
  • Ein Putzholz zum Andrücken der Sohlenkanten

Bevor Sohle und Absatz am Schuh angebracht werden, erfolgt eine weitere Anprobe. So können noch letzte Korrekturen ausgeführt werden, die Einfluss auf den Tragekomfort haben.

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.